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Die 5 überraschendsten Momente der Worlds

RileaVeröffentlicht am 16. November 2022

Der Staub hat sich gesetzt – und die Worlds 2022 waren die besten der letzten Jahre. Zeit, einen Blick auf die Dinge zu werfen, die niemand kommen gesehen hat.

Die Gewinner

Mal ehrlich: Niemand hat DRX den Pokal nach Korea holen sehen. Die Jungs hatten sich mit einer 50%-Winrate gerade so in die LCK Summer Playoffs gerettet, und vom vierten koreanischen Seed neben Gen.G und T1 erwartete schlicht niemand was.

DRX mussten durch die Play-Ins und wurden in jeder einzelnen Stage abgeschrieben – und haben es jedes Mal bewiesen, dass man das besser nicht tut. Ihr Titel ist eine heroische Underdog-Geschichte und der krönende Abschluss von Defts fast zehnjähriger Karriere. Seine Story und sein Einsatz? Rundum inspirierend.

© 2022 Riot Games, Inc. Used With Permission.

Champion-Diversität

Insgesamt 109 gepickte und gebannte Champions – so vielfältig war die Meta bei noch keiner Worlds zuvor. Das Ergebnis war eine dynamische Meta, die sich permanent weiterentwickelt hat, mit wechselnden Champion- und Comp-Prioritäten von Stage zu Stage.

Und eine der angenehmeren Überraschungen: Mitte der Gruppenphase tauchte Ashe/Heimerdinger bot auf und dominierte die Laning-Phase mit langreichweiter CC und Poke. Das Duo war so stark, dass es irgendwann einen Banz kassiert hat – bei Turnierbeginn hätte das keiner gedacht.

Yuumi

Die verhasste Katze, die einfach nicht sterben will, war auch auf den Worlds wieder unterwegs. Profis und Fans hofften gleichermaßen, dass die Nerfs an ihrem E vor dem Turnier sie draußen halten würden – Fehlanzeige. Stattdessen kriegte sie zum Ausgleich sofort einen Q-Damage-Buff, und das Artillerie-Q-Spam-Build war zurück.

Wie die anderen Enchanter auch war Yuumi in den Play-Ins kaum unterwegs. Ab der Gruppenphase sah das Ganze anders aus: eine unappetitliche 95%-Pick/Ban-Rate und eine 100%-Winrate in den 8 Spielen, in denen sie gepickt wurde. Wie viele Turniere müssen noch von Yuumi aufgespießt werden, bis endlich das längst überfällige Rework kommt?

Stopwatch

In Patch 12.17 ging es für die Stopwatch von 650 auf 750 Gold hinauf. Diese Preiserhöhung war spürbar: Deutlich weniger Profis konnten sich eine Stopwatch für kritische Teamfights leisten – es sei denn, sie bauten ohnehin auf ein Core-Item wie Zhonya's hin.

Die Folge: Teamfights wurden schneller und gnadenloser, weil sich Profis seltener mit einer kurz gekauften Stopwatch aus der Bredouille retten konnten. Besonders deutlich wurde der Unterschied im Vergleich zu den Playoffs – dort wirkten manche Fights ein bisschen anti-klimaktisch, weil sie sich mit einer kurzen Stopwatch noch entschärfen ließen.

Ein westliches Team im Viertelfinale

Vor den Worlds war eigentlich klar: LCK und LPL dominieren. LEC und LCS wirkten schwächer als in den Vorjahren, und insgesamt traten 8 Teams aus dem Osten an.

Umso schockierender der Fehlstart – pardon, der fliegende Start – der LEC. RGE und FNC waren in Woche 1 fantastisch und sahen aus, als würden sie problemlos ins Viertelfinale durchmarschieren. Zwar sind beide in Woche 2 unsanft aufgeschlagen, aber dass RGE es trotzdem ins Viertelfinale geschafft hat und überhaupt ein westliches Team die Gruppenphase überstanden hat – das war überraschend genug.

Fazit

Worlds 2022 waren eines der besten Turniere in Leagues Geschichte – und eine würdige Bühne für die lange überfällige Rückkehr des Live-Publikums. Bleibt nur die Frage: Können die Worlds im nächsten Jahr das noch toppen?

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