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Bekommt League endlich Voice Chat in der Solo Queue?

RileaVeröffentlicht am 1. Oktober 2022

Seit es die Champion's Queue in Nordamerika gibt, können Fans zusehen, wie Pros in einem richtig kompetitiven, organisierten Umfeld aufeinandertreffen. Die Champion's Queue simuliert Pro-Games – inklusive Voice Comms, die nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht sind.

Mit den besten Spielern aus allen Regionen, die vor den Worlds in der Champion's Queue grinden, flammt die alte Debatte wieder auf: Gehört Voice Chat endlich auch in die Solo Queue?

Champion's Queue ist nicht Solo Queue

In der Champion's Queue funktionieren Voice Comms wunderbar. Pros können sich blitzschnell abstimmen, komplexe Strats entwickeln und ihre Pläne im Handumdrehen umwerfen. Müssten sie nur mit Pings und Chatbox arbeiten, wären sie stark eingeschränkt – und die Qualität der Games würde spürbar leiden.

Der Gedanke liegt nahe: Wenn Voice Comms in der Champion's Queue so gut laufen, dann doch auch in der Solo Queue, oder? Aber Achtung – das sind zwei völlig verschiedene Welten, und man sollte sie nicht als dasselbe Erlebnis abtun.

Viele Champion's-Queue-Games werden gestreamt, das heißt: Die Voice Comms der Spieler sind öffentlich. Wer toxisch wird, zahlt dafür teuer – Community-Backlash, Geldstrafen, Sperren vom Pro-Play.

Diese Strafen sind für Pros deutlich härter als für deinen durchschnittlichen Solo-Queue-Spieler, der im schlimmsten Fall einen temporären Ban riskiert. Nur weil die Pros in der Champion's Queue brav sind, heißt das also lange nicht, dass sich die breite Community über Voice Comms zurückhalten würde.

Was ist mit anderen Games?

Schauen wir uns um: Es gibt haufenweise kompetitive Games mit aktivierten Voice Comms – Valorant zum Beispiel. Toxizität ist leider in jedem kompetitiven Spiel ein Thema, aber keines dieser Games wird von den toxischen Voice Comms dominiert, vor denen manche League-Spieler sich fürchten.

League-Spieler könnten über Voice Comms sogar weniger toxisch sein – denn toxisch sein per Tastatur, anonym im Verborgenen, ist einfach viel bequemer. Wer sein Teammitglied persönlich anschreien müsste, statt sich hinterm Keyboard zu verschanzen, lässt es vielleicht doch bleiben.

Wie es weitergeht

Die unbequeme Wahrheit: League ist nach wie vor kein einladendes Umfeld, und Toxizität bleibt ein massives Problem in der Community. Sowohl die Spielerbasis als auch Riot müssen erst noch ordentlich Hausaufgaben machen, bevor Voice Comms kommen können – und sich damit jeder sicher fühlt.

Trotzdem sollte man die möglichen Vorteile nicht ignorieren. Spieler könnten mit ihren Mates komplexe Strats durchziehen und so die Gesamtqualität der Games heben. Dazu käme mehr Raum für positive Interaktionen – und vielleicht sogar echte Freundschaften.

Immerhin: Riot hat vor einiger Zeit Voice Chat für Premade-Gruppen eingeführt. Das könnte ein Zeichen sein, dass Voice Comms für alle irgendwann auf der Roadmap stehen. Bis dahin werden unsere Kommunikationsoptionen in der Preseason immerhin um ein erweitertes Ping-Rad aufgestockt.

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