Riot Games kündigt Partnerschaftssystem für Valorant ab 2023 an
Zoran PapakVeröffentlicht am 3. Juni 2022
Riot Games holt zum großen Wurf aus: Valorant Esports wird 2023 vom semi-offenen Circuit auf ein ligaähnliches Partnerschaftssystem umgestellt – ja, so ähnlich wie die franchised Leagues bei League of Legends. Wer ein Déjà-vu bekommt, liegt nicht falsch.
Der Unterschied zum bekannten Modell: Riot will auf Buy-ins verzichten. Keine Millionen-Zahlung wie bei Overwatch oder der LCS, sondern ein Stipendium-System.
Quelle: Riot Games
Der Plan: mit den besten Orgs der Welt zusammenarbeiten – und sie dabei auch noch bezahlen. „Wir verzichten auf jegliche Teilnahme- und Franchising-Gebühren und stellen stattdessen finanzielle Stipendien für die ausgewählten Teams bereit, im Gegenzug für deren Investitionen in das Wachstum des Ökosystems“, heißt es in Riots Ankündigung.
Klingt erstmal großzügig. Dot Esports-Reporter George Geddes berichtete allerdings, dass das Stipendium zwar „im sechsstelligen Bereich“ liegen soll – Teams mit siebenstelligen Betriebskosten dürfte das trotzdem nur bedingt beruhigen. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn man so will.
Strukturell setzt Riot auf drei große internationale LAN-Ligen, über die sich Teams für globale Events wie Masters und Champions qualifizieren. Die Standorte: Amerika (NA, LATAM, Brasilien), Europa (EU, CIS, Türkei, MENA) und Asien (Südostasien, Japan, Korea, Ozeanien).
Laut Geddes werden die Ligen jeweils wohl acht bis zehn Teams umfassen – das Vorbild LEC oder LCS lässt grüßen.
Quelle: Riot Games
Der Bewerbungsprozess läuft bereits und zieht sich noch über die nächsten Monate. Gegen Jahresende steht fest, welche Teams in der Premierensaison des neuen Formats an den Start gehen.
Neben dem Top-Format baut Riot auch die bestehenden Challengers- und Game-Changers-Systeme aus – Letzteres ist die exklusive Competition für Frauen.
Ähnlich wie bei den VRLs in Europa kommen 2023 auch in anderen Regionen nationale Ligen dazu. Riot will „den regionalen Wettbewerb mit dem neuen In-Game-Turniermodus verknüpfen und weltweit mehr nationale Ligen einführen.“
Die Idee dahinter: Talente bekommen einen niedrigschwelligen Weg zum Profistatus und ein Umfeld, in dem sie sich tatsächlich entwickeln können.
Ob das League-System auch bei Valorant funktioniert? Wir erinnern uns vorsichtig optimistisch an Call of Duty – und warten ab.
Stay tuned für weitere Infos zum neuen Format und mehr Valorant-Content.
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