Neben einem Berg Gameplay-Änderungen hat Riot auch am UI geschraubt und das Ping-Rad erweitert – ihr habt also jetzt mehr Möglichkeiten, Plays mit eurem Team abzusprechen, statt frustriert im All-Chat rumzutippen.
Ping-Rad
Das Ping-Rad gehört seit League of Legends' frühesten Tagen zum absoluten Grundhandwerk – und jetzt wurde es aufgerüstet. Die Klassiker sitzen nach wie vor an ihrem gewohnten Platz (Gefahr, auf dem Weg, Unterstützung, Gegner fehlt), aber in die diagonalen Felder haben sich vier neue Pings geschlichen:
Von oben rechts nach oben links heißen die Neulinge Push, All-in, Halten und Bait. Die Eingewöhnungsphase dauert ein bisschen, aber wer die Pings erst mal verinnerlicht hat, kann seinen Mates deutlich ausgereiftere Plays zustecken – ganz ohne Tastatur.
Dazu gibt es jetzt auch ein eigenes Vision-Ping-Rad:
Von links nach rechts: Vision geräumt, feindliche Vision und Vision benötigt. Setzt ihr einen „Vision benötigt“-Ping ab, erscheint ein Indikator, der eine Minute lang bleibt – oder bis jemand in der Nähe einen Ward platziert. Pro Spieler gibt es immer nur einen Indikator, ein zweiter Ping ersetzt also euren vorherigen.
Vision-Änderungen
Feindliche Vision zu pingen ist jetzt wichtiger denn je. Habt ihr innerhalb der letzten 10 Sekunden einen gegnerischen Ward gesehen und pingt ihn, erscheint für alle Verbündeten ein roter Indikator, der Position und Restlaufzeit des Wards verrät:
Der Indikator taucht übrigens auch auf, wenn ihr den Ward beschädigt.
Das ist eine fette Änderung fürs Vision-Spiel: Mit präzisen Pings wisst ihr immer, ob ein überraschender Roam oder Gank überhaupt aufgeht. Außerdem lassen sich Wards mit dem Sweeper und Control Wards deutlich systematischer räumen.
Auf der Minimap gibt es dazu neue Indikatoren, die anzeigen, wann ein eigener Ward kurz vorm Auslaufen ist:
Links: normales Ward-Icon. Rechts: Ward mit weniger als einem Drittel Restlaufzeit
Ability-Empfehlungen
Bei jedem Level-Up zeigt euch ab sofort ein visueller Indikator an, welche Ability ihr als Nächstes skillen solltet:
Die Empfehlung basiert auf der beliebtesten Wahl der Spielerschaft und wird mit jedem Patch aktualisiert.
Abstimmungen zu Objectives
Objectives sind eines der wichtigsten Elemente in League – aber nur, wenn das Team sie auch zusammen anpackt. Ihr könnt jetzt ein Objective pingen, um eine teamweite Abstimmung zu starten, ob ihr es contesten wollt oder nicht:
Die Stimme des Junglers zählt dabei doppelt – die Segen und Flüche, die mit Smite auf Objectives lasten, kennt schließlich niemand besser.
Ranked-Systeme
Zuletzt gibt es noch UI-Updates fürs Ranked-Erlebnis. Wenn ihr nicht mit jemandem zusammen in die Queue geht, sind die Summoner-Namen eurer Teammates jetzt anonym und erscheinen schlicht als Verbündeter 1–5. Der Grund: Ihr sollt nicht sehen können, ob eure Mates gerade auf einer Loss-Streak sind – und dann jemand lieber direkt in der Lobby dodgt, statt es wenigstens zu versuchen.
Außerdem: Wird ein Spieler im Spiel als AFK erkannt, könnt ihr ab der 3:30-Marke aufgeben statt erst ab Minute 10. So verbrät man weniger Lebenszeit in Partien, die ein AFK-Spieler ohnehin vermasselt hat.
Und zu guter Letzt: Lässt sich ein Spieler 90 Sekunden vor der 3-Minuten-Marke nicht vom Brunnen wegbewegen, kann sein Team einen Remake anstoßen. Nach 45 Sekunden bekommt der Betreffende eine Chat-Nachricht, nach 70 Sekunden zusätzlich ein Pop-up – beide bitten freundlich, mal schön die Base zu verlassen.
Fazit
Die meisten dieser Änderungen sind willkommene Verbesserungen, die das Spielgefühl runder machen. Das umstrittenste Feature ist aber der neue Indikator für gegnerische Wards: Zu viele wertvolle Infos für einen so simplen Input. Ob Riot hier noch mal nachbessern muss? Die Preseason wird's zeigen.
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