Valorant Episode 5: Dimension ist letzte Woche gelandet – und bringt eine brandneue Map mit. Gleichzeitig mit Pearls Debüt hat Riot auch verkündet, dass Split aus dem Mappool fliegt.
Wenn du Split-Fan bist: Pearl könnte ein würdiger Ersatz sein. Und auch Haven- und Ascent-Liebhaber fühlen sich hier vermutlich wohl, denn Pearl ist eine ziemlich traditionelle taktische FPS-Map mit einem wichtigen Mid-Bereich.
Anders als die meisten Valorant-Maps hat Pearl keinerlei Gimmicks – keine Türen, keine Teleporter, kein Kram. Nur zwei Bombsites, eine Mischung aus langen Korridoren und engen Gassen mit Gebäuden wie dem Multiverse Museum. Pearl zwingt euch in direkte Duelle.
Map-Übersicht
Pearl folgt dem klassischen taktischen FPS-Rezept: zwei Bombsites, drei Lanes. Dafür hat aber jeder Bereich der Map ordentlich Ebenen zu bieten – vom kompakten Mid bis zu den langen Flanken.
Quelle: Riot Games
Splits kleine Gänge? Gibt's hier auch – nur insgesamt deutlich mehr Platz drumherum. Viele Chokepoints und enge Korridore, aber genauso lange Sichtlinien für Long-Range-Waffen wie den Operator.
Mid-Control ist auf Pearl essenziell. Sie öffnet zusätzliche Wege zu beiden Sites und macht Post-Plants für die Attacker deutlich einfacher, weil ihr jede Menge Crossfires und Utility-Lineups für den Spike aufbauen könnt.
Sie hilft auch bei Rotationen und beim Lurken. Wie auf Haven müssen sich die Defenders oft aufteilen, um alle Lanes abzudecken – und Rotationen ohne Mid-Control sind lang und fressen Zeit. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.
Angriff auf Pearl
Die Map ist noch frisch und längst nicht ausgereizt, aber die Zeichen stehen klar: Pearl liegt den Attackern.
Erstens lässt sich Mid als Angreifer leichter kontrollieren, weil ihr direkt neben dem Eingang spawnt und die Chokepoints groß sind. Mit Mid-Control kann euer Team den Angriff splitten, statt durch enge Chokepoints zu funneln – und das kann teuer werden.
Quelle: Riot Games
Mid ist vermutlich der beste Weg, aber nicht der einzige. Vorhersagbar zu sein ist in Valorant nie gut – wechselt euer Attack-Setup also ruhig mal durch.
Wenn ihr A- oder B-Main ohne Mid-Control pusht, müsst ihr tief in die Sites eindringen, um eure Post-Plants zu sichern. Nehmt ihr zum Beispiel Dugout und Secret, könnt ihr von A-Main aus Crossfires aufbauen.
A-Site ist einfacher zu take, denn B-Main ist so offen, dass euer Team gegen koordinierte Defenders keinen Rückzugsort findet. B-Main ist dafür ein Traum für Defenders mit Operator oder Marshal, die Winkel halten und die langen Sichtlinien ausnutzen.
Verteidigung auf Pearl
Idealerweise bestreitet ihr Mid und zwingt die Attacker durch A- oder B-Main – leichter gesagt als getan. Um Kontrolle zu bekommen, müsst ihr fix durch die Double Doors oder um eine Ecke von A Link/Art peeken.
A-Site lässt sich nur mit guter Koordination halten. Dafür ist sie dank mehrerer Eingänge einfacher zu retaken – vor allem, wenn ihr flanken könnt. Utility von Viper oder Killjoy kann den Unterschied machen, um A-Site zu halten und A-Main zuzumachen.
Ein Operator auf B-Main für einfache Picks ist schön und gut, aber die Site ist schwer zu halten und zu retaken. Der Main-Eingang ist breit und lässt sich mit Utility kaum abriegeln.
Quelle: Riot Games
Solange ihr verhindert, dass die Attacker Mid kontrollieren, bekommt ihr leichter Infos über Feindpositionen, kürzere Rotationswege – und schaltet später in der Round nervige Lurker aus.
Agents und Team-Comps
Bei den Initiators gilt: Fast jeder funktioniert auf Pearl. Fade scheint aber das beste Pick zu sein, weil sie enge Ecken und die niedrigen Dächer am besten ausnutzen kann. KAY/O und Skye sind die stärksten Alternativen bzw. gute zweite Initiator-Optionen.
Fast alle Duelists fühlen sich auf Pearl okay an, aber in der aktuellen Meta gehören Raze, Jett und Neon ins Rampenlicht. Jett kommt mit Double Updraft auf viele Stellen hoch, während Raze und Neon perfekt mit der Utility von Fade, Breach & Co. harmonieren.
Quelle: Riot Games
Pearl hat so viele Stellen, die abgedeckt werden müssen – Controllers spielen deshalb eine riesige Rolle in Team-Comps. Viper ist top, weil ihre Wand B-Main abriegeln kann, aber auch Astra, Omen und Brimstone können ihr Kit voll ausspielen. Double-Controller-Comps sehen auf Pearl spannend aus und könnten sich zum Standard entwickeln.
Sages Wand lässt sich effektiv nutzen, um enge Räume abzuriegeln – sie könnte das Prime-Pick unter den Sentinels auf Pearl sein. Chamber wird dagegen seinen Spaß daran haben, B-Main zu halten, und Killjoy hat einige exzellente Ultimate-Positionen auf der Map.
Bleibt dran für mehr Valorant-Content und künftige Guides auf Gamercraft.
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